Aquarium-Filter richtig dimensionieren – Durchfluss & Filtertypen
Warum ist der Filterdurchfluss so wichtig?
Der Filterdurchfluss (in Litern pro Stunde, L/h) bestimmt, wie oft das gesamte Aquariumwasser pro Stunde durch den Filter läuft. Eine zu geringe Leistung führt zu Ammoniak-Ansammlung und Algenprobleme. Eine zu hohe Strömung stresst empfindliche Garnelen, langschwimmende Fische oder Kleinkinderbecken.
Als Faustregel gilt: Das Wasservolumen sollte 3–10× pro Stunde durch den Filter fließen, je nach Besatz und Beckentyp. Planen Sie zudem 20 % Reserve ein: Filter verlieren mit zunehmendem Verschmutzungsgrad an Leistung.
Filtertypen: Innen- vs. Außenfilter vs. Sumpf
Innenfilter eignen sich für Becken bis ca. 60 Liter. Sie sind günstig, leicht zugänglich und für Nano-Aquarien optimal. Nachteil: Geringeres Filtervolumen und sichtbar im Becken. Außenfilter stehen außerhalb des Beckens im Unterschrank und sind die häufigste Wahl für Becken ab 60 Liter bis ca. 400 Liter.
Sumpffilter (offenes Filterbecken unter dem Aquarium) bieten maximales Filtervolumen und werden bei großen Schaub- und Meerwasserbecken eingesetzt. Sie sind leiser als Außenfilter und ermöglichen die Integration von Technik (Skimmer, UV-Klärer, Heizer). Der Einbau ist aufwändiger.
Besonderheiten: Garnelenbecken & Meerwasser
Garnelenbecken benötigen eine besonders sanfte Strömung (2–3× Volumen/Stunde). Außerdem muss der Filtereinlauf mit einem feinen Schwamm abgedeckt werden, damit Garnelen (besonders Jungtiere) nicht angesaugt werden.
Meerwasseraquarien benötigen deutlich mehr Strömung (8–10× oder mehr). Zusätzlich zum Hauptfilter sind Strömungspumpen (Powerheads) erforderlich, die gezielt Strömung erzeugen – vor allem für Korallen, die dadurch Nährstoffe aufnehmen.