Laminat berechnen – Fläche, Pakete & richtiges Verlegen
Verschnitt: Geradesvs. diagonales Verlegen
Beim geraden Verlegen (parallel zu einer Wand) entsteht ein Verschnitt von ca. 5–10 %. Bei diagonalem Verlegen (45°) steigt er auf 10–15 %. Für unregelmäßige Grundrisse (L-Form, Schrägen) planen Sie zusätzlich 5 % ein.
Die letzte Diele einer Reihe sollte mindestens 5 cm breit sein – schmälere Streifen brechen leicht und sehen ästhetisch unbefriedigend aus. Berechnen Sie daher vorab die Restbreite der letzten Reihe und verschieben Sie gegebenenfalls den Verlegestart.
Akklimation und Unterlage
Laminat muss vor dem Verlegen mindestens 48 Stunden im Verlegebereich akklimatisiert werden (Temperatur 18–28 °C, Luftfeuchte 30–65 %). Ohne Akklimation können sich Dielen später ausdehnen und die Verbindungen beschädigen.
Eine Trittschalldämmunterlage (2–5 mm) ist fast immer erforderlich. Viele Laminate haben bereits eine integrierte Unterlage. Verlegen Sie niemals zwei Unterlagen übereinander – das führt zu instabilen Klickverbindungen.
Dehnungsfuge: Der häufigste Fehler
Laminat liegt schwimmend – es darf nicht fest mit dem Untergrund verbunden sein. An allen Wänden, Türzargen und Einbauten ist eine Dehnungsfuge von 8–12 mm einzuhalten. Diese wird durch Abstandskeile gewährleistet und später von der Fußleiste verdeckt.
In Durchgängen und bei Flächen über 8–10 m Länge oder Breite sind zusätzliche e (T-Profil) erforderlich, um Spannung abzubauen.