Aquarium-Dünger nach EI & PPS-Pro – NPK richtig dosieren
Makronährstoffe im Pflanzenbecken: N, P, K
Höhere Wasserpflanzen benötigen Makronährstoffe: Stickstoff (N) für Blattmasse und Chlorophyll, Phosphor (P) für Wurzelentwicklung und Energiestoffwechsel, Kalium (K) für Zellturgordruck und Wasserhaushalt. In geschlossenen Aquarien werden diese Stoffe durch Pflanzen und Filterbakterien verbraucht und müssen nachgedüngt werden.
Mangelsymptome: Stickstoffmangel zeigt sich durch blasse, gelbliche Blätter. Phosphatmangel durch rötliche Verfärbung und Wachstumsstopp. Kaliummangel durch Löcher und braune Ränder an älteren Blättern.
Estimative Index (EI): Volles Sättigen + Wasserwechsel
Die Estimative-Index-Methode von Tom Barr sättigt das Wasser 3× pro Woche mit Makronährstoffen – weit über den Verbrauch der Pflanzen hinaus. Ein wöchentlicher Wasserwechsel von 50 % entfernt die Nährstoffüberschüsse. Ziel: Kein Mangel, kein Algenreiz durch extreme Schwankungen.
EI ist ideal für High-Tech-Becken mit CO₂-Anlage, starker Beleuchtung und hohem Pflanzenwachstum. Es ist bewusst „überdüngt“ – die Pflanzen selektieren sich, was sie benötigen, solange Licht, CO₂ und Makros vorhanden sind.
Low-Tech und PPS-Pro: Bedarfsgerechte Dosierung
Low-Tech-Becken ohne CO₂-Anlage wachsen langsamer und brauchen weniger Dünger. Übermäßige Düngung bei geringem Pflanzenwachstum führt zu Algenproblemen. Hier empfiehlt sich eine reduzierte Dosierung (ca. 25–50 % der EI-Dosis) mit wöchentlicher Beobachtung.
Das Perpetual Preservation System (PPS-Pro) dosiert täglich sehr kleine Mengen, um den genauen Verbrauch zu ersetzen. Weniger Wasserwechsel nötig, aber präzisere Messung erforderlich. Geeignet für Aquarianer, die Wasserwerte aktiv messen und kontrollieren.