Solarthermie 2026 – Solarwärme für Warmwasser und Heizung
Was leistet eine Solarthermie-Anlage?
Eine Solarthermie-Anlage wandelt Sonnenlicht in Wärme um – für Warmwasser, Heizungsunterstützung oder beides. Pro Quadratmeter Kollektorfläche erzeugt eine Anlage 300–600 kWh Wärme pro Jahr. Für die reine Warmwasserbereitung eines Vier-Personen-Haushalts genügen 4–6 m² Kollektorfläche, für Heizungsunterstützung werden 10–15 m² empfohlen.
Der solare Deckungsgrad gibt an, welchen Anteil des Wärmebedarfs die Sonne deckt. Für Warmwasser sind im Jahresdurchschnitt 50–60 % realistisch (im Sommer fast 100 %, im Winter deutlich weniger). Bei Heizungsunterstützung liegt der Deckungsgrad des Gesamtverbrauchs bei 20–30 %.
Kosten und Amortisation
Eine Solarthermie-Anlage nur für Warmwasser kostet inklusive Montage etwa 4.000–6.000 €. Eine größere Anlage mit Heizungsunterstützung liegt bei 8.000–15.000 €. Die laufenden Kosten sind gering: Etwa 100–200 € pro Jahr für Wartung, Strom für die Umwälzpumpe und Versicherung.
Die Amortisation hängt stark von den bisherigen Energiekosten und dem Deckungsgrad ab. Typischerweise rechnet sich eine Solarthermie-Anlage nach 12–18 Jahren. Die Lebensdauer liegt bei 20–25 Jahren, sodass sie über die gesamte Nutzungsdauer einen positiven Ertrag erwirtschaftet.
Solarthermie oder Photovoltaik?
Solarthermie und Photovoltaik konkurrieren um dieselbe Dachfläche. Photovoltaik hat den Vorteil der höheren Flexibilität: PV-Strom kann für Haushalt, Wärmepumpe und E-Auto genutzt oder eingespeist werden. Solarthermie hat den höheren Flächenwirkungsgrad: Pro Quadratmeter wird mehr Energie gewonnen, allerdings nur als Wärme.
Die Tendenz geht zunehmend zu PV + Wärmepumpe statt Solarthermie, weil diese Kombination flexibler ist. Solarthermie lohnt sich besonders, wenn bereits eine konventionelle Heizung vorhanden ist und die Dachfläche begrenzt ist. Vergleichen Sie mit unserem Photovoltaik-Rechner und dem Wärmepumpe-Rechner.