Terrarium-Volumen und Mindestmaße berechnen — für Reptilien, Spinnen und Amphibien
Das Volumen eines Terrariums berechnet sich als Länge × Breite × Höhe (in cm) geteilt durch 1.000 (Ergebnis in Litern). Für Aqua-Terrarien mit Wasserbereich ist das Nettowasservolumen relevant. Das Glasgewicht beeinflusst die nötige Standfestigkeit des Unterschranks: 6-mm-Floatglas wiegt ca. 15 kg/m², 8-mm-Glas ca. 20 kg/m².
Das Tierschutzgutachten für Reptilien (BMEL, 2019) und die Mindestanforderungen des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) definieren Mindestmaße je Tierart. Diese sind Mindestwerte — argerechte Haltung erfordert in der Regel deutlich größere Anlagen.
Mindestmaße nach Tierschutzgutachten (Auswahl)
Kornnattern (bis 120 cm KL): mindestens 100 × 50 × 50 cm (L × B × H). Bartagamen (Erwachsen): 150 × 60 × 60 cm. Leopardgeckos: 80 × 40 × 40 cm pro Tier. Vogelspinnen: Behältnis mit mind. 3-facher Körperlänge Kantenlänge. Rotkehlanolis: 60 × 40 × 60 cm (Hochterr.). Chinesische Wasserdragons: 150 × 80 × 150 cm.
Beachten Sie: Viele Exoten unterliegen der CITES-Meldepflicht und benötigen Herkunftsnachweise. Einige Arten (z. B. bestimmte Riesenschlangen, Giftnattern) sind in Deutschland nach der Bundesartenschutzverordnung genehmigungspflichtig oder verboten. Informieren Sie sich vor dem Kauf beim zuständigen Veterinäramt.