Elterngeld-Rechner 2026

Das Elterngeld beträgt 65–67 % Ihres bisherigen Nettoeinkommens, mindestens 300 € und maximal 1.800 € monatlich. Dieser Rechner berechnet Ihren individuellen Elterngeldanspruch für Basiselterngeld und ElterngeldPlus.

Elterngeld berechnen 2026 – Basiselterngeld, ElterngeldPlus und Partnermonate

Was ist Elterngeld und wer hat Anspruch?

Elterngeld ist eine Lohnersatzleistung des Staates für Eltern, die nach der Geburt ihres Kindes ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen oder reduzieren. Es soll den Einkommenswegfall in den ersten Lebensmonaten des Kindes abfedern und beiden Elternteilen die Möglichkeit geben, Zeit mit dem Nachwuchs zu verbringen. Anspruch haben alle Eltern, die in Deutschland leben, das Kind selbst betreuen und erziehen sowie keine oder weniger als 32 Wochenstunden erwerbstätig sind.

Das Elterngeld beträgt 65 bis 67 % des durchschnittlichen Nettoeinkommens der letzten 12 Monate vor der Geburt. Der Mindestsatz liegt bei 300 € – auch für Elternteile ohne Erwerbseinkommen – der Höchstsatz bei 1.800 € pro Monat. Bei einem Nettoeinkommen unter 1.000 € erhöht sich der Prozentsatz gestaffelt auf bis zu 100 %, bei höheren Einkommen reduziert er sich leicht.

Basiselterngeld, ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus

Eltern können zwischen drei Varianten wählen: Basiselterngeld wird für bis zu 12 Monate gezahlt (14 Monate, wenn beide Elternteile mindestens 2 Monate übernehmen – die sogenannten Partnermonate). ElterngeldPlus läuft doppelt so lang (bis zu 24 Monate), wird aber auf die Hälfte gekürzt und eignet sich besonders für Eltern, die in Teilzeit arbeiten. Der Partnerschaftsbonus gewährt vier zusätzliche ElterngeldPlus-Monate, wenn beide Eltern gleichzeitig zwischen 24 und 32 Stunden pro Woche arbeiten.

Die Wahl des Modells hat erheblichen Einfluss auf die Gesamthöhe der Leistung und die familiäre Planung. Unser Elterngeld-Rechner stellt alle Varianten gegenüber und zeigt Ihnen, welches Modell für Ihre Situation am günstigsten ist. Für die Planung der Elternzeit selbst empfehlen wir den Elternzeit-Planer, der Zeiträume, Monatsbeträge und Stundengrenzen übersichtlich darstellt.

Wie wird das Nettoeinkommen für das Elterngeld berechnet?

Grundlage ist das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen aus Erwerbstätigkeit der letzten 12 Kalendermonate vor dem Geburtsmonat. Dabei werden Monate, in denen Mutterschaftsgeld, Krankengeld oder Elterngeld für ein älteres Kind bezogen wurde, übersprungen und durch frühere Monate ersetzt. Einmalzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld fließen nicht ein. Bei Selbstständigen wird der Gewinn aus dem letzten Steuerbescheid zugrunde gelegt.

Das Nettoeinkommen wird nicht einfach aus den Gehaltsabrechnungen übernommen, sondern nach einem eigenen Berechnungsschema ermittelt: Vom Bruttogehalt werden pauschal Steuern und Sozialabgaben abgezogen. Sonderzahlungen, sonstige Bezüge und steuerfreie Einnahmen bleiben außen vor. Wer seine Elterngeldhöhe möglichst genau kennen möchte, sollte Lohnsteuerbescheinigungen und Gehaltsabrechnungen bereithalten.

Häufige Fehler und Tipps zur Antragstellung

Der häufigste Fehler bei der Elterngeldplanung ist die falsche Wahl des Bezugszeitraums. Wer kurz vor dem Mutterschutz ein hohes Einkommen hatte und kurz davor schon in Teilzeit gegangen ist, kann durch die Monatswahl die Berechnungsgrundlage optimieren. Auch die Wahl der Elterngeld-Monate sollte mit dem Arbeitsvertrag und eventuellen Bonuszahlungen abgestimmt werden.

Der Antrag muss spätestens drei Monate nach der Geburt gestellt werden, damit keine Anspruchszeit verloren geht – Elterngeld wird nicht rückwirkend für frühere Zeiträume gewährt. Zuständig ist die Elterngeldstelle des jeweiligen Bundeslandes. Unser Rechner gibt Ihnen bereits vor dem Antrag eine zuverlässige Schätzung, damit Sie optimal planen können.

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