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Gewächshaus-Heizung-Rechner — Heizleistung berechnen

Wie viel Heizleistung benötigt Ihr Gewächshaus? Dieser Rechner berechnet den Heizwärmebedarf nach Gebäudehülle, Verglasungsart und gewünschter Innentemperatur.

Hinweis: Diese Berechnung ist unverbindlich und dient nur zur Orientierung. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich an einen Steuerberater oder die zuständige Behörde.
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Leitfaden

Gewächshaus-Heizung-Rechner — Heizleistung nach Verglasung berechnen

Heizwärmebedarf berechnen

Die benötigte Heizleistung eines Gewächshauses ergibt sich aus: Q [W] = U [W/(m²K)] × A [m²] × ΔT [K]. Der U-Wert beschreibt den Wärmedurchgang der Verglasung. Typische Werte: Einfachglas 5,8 W/(m²K), Doppelsteg-Polycarbonat 16 mm ca. 2,0 W/(m²K), Dreifach-Stegplatte ca. 1,3 W/(m²K), Einzelfolien-Zelt ca. 6,0 W/(m²K). Quelle: Europäische Norm EN 673 (Wärmedurchgangskoeffizient Verglasung).

ΔT ist die Differenz zwischen gewünschter Innentemperatur und der Auslegungsaußentemperatur (kälteste Nacht): Warmhaus (Tropenp.) 18 °C Innen, Kalthaus 5 °C Innen, frostfrei 2 °C Innen. Auslegungstemperatur außen: Deutschland Nord −16 °C, Mitte −18 °C, Süd −14 °C (DIN 4701, Klimadaten Deutschland).

Effizienz und Heizungswahl

Für kleine Gewächshäuser (< 10 m²) sind elektrische Heizlüfter (1–2 kW) am einfachsten. Ab 15 m² lohnen sich Gasheizungen oder Anbindung an die Hausheizung. Wärmepumpen sind für Gewächshäuser nur wirtschaftlich bei guter Dämmung (Polycarbonat oder Doppelglas). Nachtabsenkung auf 2–3 °C spart bis zu 40 % Energie.

Zusätzliche Wärmeverluste entstehen durch undichte Türen und Lüftungsklappen. Abdichten mit Schaumstoffdichtband und Installieren einer Thermostatsteuerung reduzieren den Verbrauch erheblich.

Belüftung, Beschattung und Bewässerung

Überhitzung im Sommer ist für Gewächshauspflanzen mindestens so kritisch wie Frost im Winter. Richtwert: Ab 25 °C Innentemperatur muss belüftet werden; ab 35 °C wird das Wachstum der meisten Kulturen gehemmt. Lüftungsfläche sollte mindestens 20–25 % der Grundfläche betragen (FLL-Empfehlung). Firstlüftungen (Dachfenster) sind effektiver als Seitenlüftungen durch den thermischen Auftrieb.

Beschattung: Kalkwasser-Anstrich (Kalkmilch 1:5 verdünnt) auf die Außenscheiben reduziert die Sonneneinstrahlung um 30–50 % und kann nach der Saison abgewaschen werden. Innenrollos oder externe Schattennetze (Schattierungsgrad 30–50 %) sind flexibler. Automatische Bewässerungssysteme (Tropftimer + Druckausgleichdüsen) mit Kapillarmattensystem halten die Bodenfeuchte gleichmäßig und reduzieren Pilzkrankheiten durch Blattnässe deutlich.

Häufige Fragen

Die benötigte Heizleistung eines Gewächshauses ergibt sich aus: Q [W] = U [W/(m²K)] × A [m²] × ΔT [K]. Der U-Wert beschreibt den Wärmedurchgang der Verglasung. Typische Werte: Einfachglas 5,8 W/(m²K), Doppelsteg-Polycarbonat 16 mm ca. 2,0 W/(m²K), Dreifach-Stegplatte ca. 1,3 W/(m²K), Einzelfolien-Zelt ca. 6,0 W/(m²K). Quelle: Europäische Norm EN 673 (Wärmedurchgangskoeffizient Verglasung). ΔT ist die Differenz zwischen gewünschter Innentemperatur und der Auslegungsaußentemperatur (kälteste Nacht): Warmhaus (Tropenp.) 18 °C Innen, Kalthaus 5 °C Innen, frostfrei 2 °C Innen. Auslegungstemperatur außen: Deutschland Nord −16 °C, Mitte −18 °C, Süd −14 °C (DIN 4701, Klimadaten Deutschland).