Rasensamen-Rechner — Saatgutmenge für Neu- und Nachsaat
Aussaatstärken nach Nutzungsart
Die Aussaatstärke richtet sich nach Rasentyp und Nutzungszweck. Für die Neuanlage empfiehlt die Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL): Zierrasen 20–30 g/m², Gebrauchsrasen 30–40 g/m², Schattenrasen 30–40 g/m², Sportrasen 35–45 g/m². Bei der Nachsaat (Ausbesserung bestehender Rasenflächen) genügen 15–20 g/m².
Wichtig: RSM-Saatgut (Regel-Saatgut-Mischungen) ist nach BSA-Zulassung standardisiert. Ein gutes Rasensamen-Paket trägt das RSM-Siegel und enthält Angaben zur Keimfähigkeit (≥ 75 %) und Reinheit (≥ 90 %).
Optimale Aussaatbedingungen
Ideale Bodentemperatur: 8–15 °C (Keimung ab 8 °C). Beste Aussaatzeiträume: April bis Mai oder August bis September. Der Boden sollte fein krümelig, eben und leicht angedrückt sein. Nach der Aussaat gleichmäßig einrechen und andrücken, täglich feucht halten bis zur Keimung (7–21 Tage je nach Temperatur).
Erster Schnitt: Wenn der Rasen ca. 8–10 cm hoch ist, auf 5–6 cm kürzen. Nicht früher betreten als 6–8 Wochen nach der Aussaat.
RSM-Mischungen und Rasenpflege nach der Anlage
RSM-Mischungen (Regel-Saatgut-Mischungen) werden vom Bundessortenamt und der DRG (Deutsche Rasengesellschaft) standardisiert. Die wichtigsten Typen: RSM 2.2 Gebrauchsrasen (robust, trittfest), RSM 2.3 Schattenrasen (enthält Poa supina und Festuca), RSM 3.1 Sportrasen Basis (strapazierfähig). Auswahl nach Standort: Schatten → RSM 2.3; intensive Nutzung → RSM 3.1; sonnig und repräsentativ → RSM 2.2.
Rasenpflege im ersten Jahr: Nicht düngen in den ersten 4–6 Wochen (Keimlinge verbrennen leicht). Ab dem zweiten Monat Stickstoffdünger in reduzierter Menge (5–8 g N/m²). Regelmäßiges Mähen ab dem dritten Monat auf 4–5 cm Schnitthöhe — nie mehr als ein Drittel der Grashöhe auf einmal entfernen (Ein-Drittel-Regel). Schnitthöhe im Sommer auf 5–6 cm erhöhen, um Hitzestress zu reduzieren.