Hochbeet-Erde-Rechner — Füllmenge nach Schichtaufbau berechnen
Der klassische Hochbeet-Schichtaufbau
Ein Hochbeet funktioniert wie ein großer Komposthaufen: Die Zersetzung der organischen Schichten erzeugt Wärme (bis zu 5 °C bodennaher Temperaturvorteil) und liefert kontinuierlich Nährstoffe. Der empfohlene Schichtaufbau von unten nach oben: 1. Drainage/Äste/Holzscheite (10–15 cm): Entwässerung, langsame Holzverrottung, Lebensraum für Nützlinge. 2. Grünschnitt/Blätter/Stroh (10–15 cm): Kohlenstoffreiche organische Masse. 3. Kompost/Mist (10 cm): Nährstoffreiche Übergangsschicht. 4. Pflanzerde (mind. 20 cm): Fertige Pflanzerde oder Hochbeeterde-Gemisch.
Materialmenge und Setzung
Frisch befüllte Hochbeete setzen sich im ersten Jahr um 20–30 % durch Zersetzung. Daher Hochbeete beim ersten Befüllen 10–15 cm über den Rand aufhäufen. In den Folgejahren Pflanzerde ergänzen. Hochbeeterde im Handel wiegt ca. 0,5–0,6 kg/Liter (deutlich leichter als normale Gartenerde mit ~1,0–1,3 kg/Liter).
Ideale Größe: Breite max. 1,20 m (von beiden Seiten bequem erreichbar), Länge beliebig, Höhe 60–80 cm (rückenschonend). Empfohlenes Holz: Lärche, Douglasie oder kesseldruckimprägniertes Kiefernholz.
Pflanzauswahl und Fruchtfolge im Hochbeet
Im ersten Jahr (höchste Nährstoffverfügbarkeit durch frischen Kompost und Mist): Starkzehrer wie Tomaten, Paprika, Zucchini, Kürbis, Gurken, Kohl. Im zweiten Jahr (nachlassende Nährstoffe): Mittelzehrer wie Möhren, Mangold, Zwiebeln, Kohlrabi. Im dritten Jahr: Schwachzehrer wie Salat, Radieschen, Kräuter. Danach Hochbeet neu befüllen (obere 20 cm erneuern, organische Schichten ergänzen).
Schutz vor Bodentieren: Wühlmausschutz unter dem Hochbeet — ein Drahtgitter (Maschenweite max. 13 mm, verzinkter Stahl oder Edelstahl) über dem gesamten Bodenbereich. Schneckenschutz am Rand: Kupferband (elektrostatisch abweisend) oder Hochbeet-Umrandung aus glattem Edelstahlblech (Schnecken können es nicht überwinden). Insektenschutznetz ab Frühling verhindert Zuflug von Gemüsefliegen (Möhren-, Kohlfliege).