Bepflanzungs-Abstand-Rechner — Pflanzenanzahl für Beete berechnen
Pflanzabstände und Verlegemuster
Der richtige Pflanzabstand ist entscheidend für Luftzirkulation, Nährstoffkonkurrenz und optimale Flächennutzung. Bei Reihenpflanzung berechnet sich die Anzahl: Pflanzen = ⌊Länge ÷ Reihenabstand⌋ × ⌊Breite ÷ Pflanzabstand⌋. Bei Versatzmuster (versetzte Reihen) erhöht sich die Flächennutzung um ca. 15–20 %.
Richtwerte für häufige Gartenpflanzen: Tomaten 50–70 cm in Reihe, 80–100 cm Reihenabstand; Salat 25–30 cm × 30 cm; Zwiebeln 10–15 cm × 20–25 cm; Rosen 50–80 cm; Heckengehölze (Hainbuche) 30–50 cm in Reihe. Quelle: Gemüsebauberatung der Landesanstalt für Landwirtschaft Bayern (LfL).
Versatzpflanzung für mehr Dichte
Bei der Versatzbepflanzung werden gerade und ungerade Reihen um den halben Pflanzabstand versetzt. Dies erhöht die Pflanzdichte und schließt den Boden schneller, was Unkraut unterdrückt. Besonders geeignet für Bodendecker, Stauden und Gemüse mit kugelförmigem Wachstum.
Mischkultur — Pflanzabstände bei Kombinationen
Mischkultur (Companion Planting) kombiniert Pflanzen mit gegenseitigem Nutzen: Tomaten + Basilikum (gegenseitiger Wachstumsvorteil, Schädlingsabwehr), Möhren + Zwiebeln (Möhrenfliege wird durch Zwiebelduft abgelenkt), Bohnen + Mais + Kürbis (klassische "Three Sisters" der Maya — gegenseitige Nährstoffergänzung). Beim Pflanzabstand in der Mischkultur gilt: größere der beiden Pflanzen bestimmt den Mindestabstand.
Allelopathie beachten: Manche Pflanzen hemmen das Wachstum ihrer Nachbarn durch Wurzelexsudate. Fenchel hemmt fast alle Gemüsepflanzen — immer in Einzelpflanzung oder am Beetrand. Walnüsse scheiden Juglon aus, das viele Pflanzen in einem Radius von 6–15 m schädigt. Zwiebeln hemmen Bohnen und Erbsen. Diese Kombinationen sollten im Pflanzabstandsplan grundsätzlich vermieden werden.