Notvorrat-Rechner — Krisenvorsorge nach BBK

Wie viel Wasser, Lebensmittel und Ausrüstung brauchen Sie für den Notfall? Dieser Rechner berechnet Ihren persönlichen Vorratsbedarf nach den Empfehlungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz (BBK) — für 3 bis 30 Tage.

Notvorrat nach BBK-Empfehlung – Vorratsliste für den Krisenfall

Warum empfiehlt das BBK einen 10-Tage-Vorrat?

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt jedem Haushalt, Vorräte für mindestens 10 Tage anzulegen. Hintergrund sind Szenarien wie längere Stromausfälle (Blackout), extreme Wetterereignisse, Pandemien oder Störungen der Lieferketten. In solchen Situationen können Supermärkte geschlossen sein und die Wasserversorgung ausfallen.

Die Empfehlung basiert auf der Erfahrung, dass es bis zu 10 Tage dauern kann, bis staatliche Hilfe flächendeckend organisiert ist. Bereits ein Vorrat für 3 Tage verschafft wertvolle Zeit – doch das BBK rät ausdrücklich zu 10 Tagen als Mindeststandard.

Wasser: 2 Liter pro Person und Tag

Die wichtigste Ressource ist Trinkwasser. Pro Person werden mindestens 2 Liter pro Tag benötigt – 1,5 Liter zum Trinken und 0,5 Liter zum Kochen. Für einen 2-Personen-Haushalt bedeutet das 40 Liter für 10 Tage – etwa 27 handelsübliche 1,5-Liter-Flaschen. Stilles Wasser hat eine längere Haltbarkeit als Sprudel.

Zusätzlich sollte Wasser für grundlegende Hygiene eingeplant werden. Falls die Wasserversorgung komplett ausfällt, werden weitere 5–10 Liter pro Person und Tag für Körperpflege, Geschirr und Toilettenspülung benötigt – diese Menge ist in der Grundberechnung nicht enthalten.

Lebensmittel: Das Rotationsprinzip

Notvorräte müssen keine Spezialnahrung sein. Konserven (Gemüse, Obst, Fisch, Fleisch), Trockenwaren (Nudeln, Reis, Haferflocken) und H-Milch sind ideal, weil sie lange haltbar und im normalen Einkauf erhältlich sind. Das Rotationsprinzip sorgt dafür, dass nichts verfällt: Ältere Vorräte werden regelmäßig verbraucht und durch frische ersetzt.

Unser Rechner zeigt die empfohlenen Mengen pro Kategorie – skaliert auf Ihre Haushaltsgröße und den gewünschten Vorratszeitraum. Passen Sie die Liste an individuelle Ernährungsbedürfnisse, Allergien und Vorlieben an.

Ausruüstung: Licht, Wärme, Information

Neben Lebensmitteln gehören zur Krisenvorsorge: eine Taschenlampe mit Ersatzbatterien, Kerzen und Streichhölzer, ein batterie- oder kurbelbetriebenes Radio (Warnmeldungen bei Stromausfall), ein Campingkocher mit Brennstoff, eine gut bestückte Hausapotheke und eine Bargeldreserve von 500–1.000 € in kleinen Scheinen.

Der Krisenvorsorge-Kostenrechner zeigt Ihnen, was ein vollständiger Notvorrat kostet – oft weniger als erwartet.

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